Mund-Art!-Patienten haben keine Angst vor dem Zahnarzt.




Eigentlich müssen wir von der Angst vor dem Zahnarztbesuch sprechen, weil normalerweise nicht die Angst vor dem Zahnarzt als Person, sondern vielmehr vor dessen Tätigkeit im Vordergrund steht. Ängste sind sehr tief verwurzelte Empfindungen und deshalb durch unseren Verstand nur schwer zu beeinflussen. Grundsätzlich haben sie den Zweck, zu verhindern, dass wir uns unnötiger Gefahr aussetzen. Manchmal jedoch können uns Ängste auch Schaden zufügen. So ein Schaden entsteht zum Beispiel, wenn wir aus Furcht vor einer Zahnbehandlung den Zahnarzt meiden.

Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass ein Eingriff im Gesichtsbereich viel intensiver empfunden wird, als beispielsweise an Armen oder Beinen, und dass die Mundhöhle psychologisch dem Intimbereich zuzuordnen ist, weshalb zur Angst oft auch noch ein mehr oder weniger ausgeprägtes Schamgefühl hinzukommt. Insgesamt müssen wir davon ausgehen, dass nur etwa 5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung keine Angst vor dem Zahnarztbesuch empfinden.

Wenn die Angst vor dem Zahnarzt so gross ist, dass dem Körper daraus ein Schaden, beispielsweise Zahnverlust, entsteht, so spricht man von Dentalphobie. Diese äussert sich unter Anderem in Symptomen wie Herzrasen, Schwitzen und Verspannung der Muskeln. Manchmal kommt auch eine Furcht vor Kontrollverlust oder Panikattacken hinzu.

Dentalphobien werden durch unterschiedliche Reize verstärkt. In sehr vielen Fällen ist es der typische Geruch einer Zahnarztpraxis oder das oft leider immer noch unvermeidliche Geräusch des Bohrers. Wir versuchen, dem mit Geruchsabsorbern und besonders geräuscharmen Instrumenten zu begegnen. Viele Menschen reagieren allerdings bereits auf den Anblick von Personen mit weisser Kleidung oder zahnärztlichen Geräten mit gesteigerter innerer Unruhe.

Abgesehen von unerfreulichen Erlebnissen aus der Kindheit, gibt es für die weit verbreitete Angst vor der Zahnbehandlung keinen wirklichen Grund. Auch bei langwierigen oder schwereren Eingriffen sorgen Anästhesie, moderne Geräte und Techniken sowie Ablenkungsmöglichkeiten, wie beispielsweise unsere Videobrille, heute für eine möglichst geringe Belastung.

Gegen Angstsymptome werden unterschiedliche Therapien und gute Ratschläge angeboten. Oft ist allein die Überwindung, sich der Angstsituation auszusetzen, der beste Weg zur Besserung. Wir empfehlen Ihnen, mit dem Zahnarzt ganz offen über Ihre Befürchtungen und Ängste zu sprechen. Unser gut geschultes Praxisteam kann Ihnen ebenfalls helfen, Ihre Angst zu überwinden bzw. zu mindern. Oft helfen bereits aufklärende Gespräche oder die Anwendung bestimmter Atemtechniken. Bei Bedarf besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Spannung durch geeignete Prämedikation zu lösen.

In manchen Fällen wird man die Behandlung auf mehrere kurze Sitzungen aufteilen. Für Kinder gibt es spielerische Methoden, wobei sie Vielem, das sie zuerst als bedrohlich empfunden haben, sogar etwas Interessantes abgewinnen können. Wenn Sie nach Ihrem Besuch bei uns dann feststellen, dass eine Zahnbehandlung heutzutage gar nichts Schlimmes mehr sein muss, dann ist dies mit Sicherheit der beste Weg zur Überwindung Ihrer Angst!