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Bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnnerv im Inneren des Zahnes entfernt, der verbleibende Hohlraum, resp. Spalt wird desinfiziert und anschliessend mit einem Kunstharz aufgefüllt und versiegelt. Bei weiten, geraden und gut zugänglichen Wurzelkanälen kann die Desinfektion auch mit dem Laser erfolgen. Mit der Zeit wird ein wurzelbehandelter Zahn spröde, vergleichbar einem abgestorbenen Baum. Aus diesem Grunde sollte er in absehbarer Zeit mit einer Krone oder einer adhäsiv verklebten Keramikfüllung versorgt werden. Anderenfalls besteht die Gefahr dass er bricht, und ein Bruch verläuft meistens wie bei einer Porzellanscherbe in die Tiefe, wodurch eine Versorgung wesentlich schwieriger oder manchmal sogar unmöglich wird. Die Schwierigkeit bei einer Wurzelbehandlung liegt darin, dass der Nervkanal oft gekrümmt und manchmal auch verzweigt ist. Auch kann ein Zahn bis zu fünf Wurzelkanäle haben. Aus diesem Grund gelingt es nicht immer, sämtliche Verästelungen zu reinigen und zu versiegeln was dazu führen kann, dass irgendwo noch Bakterien übrigbleiben, welche später wieder eine Entzündung hervorrufen können. Um dieses Risiko so klein wie möglich zu halten hat es sich bewährt, den Nervkanal nicht sofort zu füllen, sondern zunächst ein desinfizierendes Medikament einzubringen und den Zahn provisorisch zu verschliessen. Diese Einlage wird dann im Abstand von etwa zwei Wochen erneuert, und erst danach wird der Nervkanal definitiv abgedichtet. Diese Vorgehensweise ist zwar relativ aufwendig, bietet jedoch unserer Meinung nach die beste Voraussetzung dafür, dass der betreffende Zahn sich später nicht wieder entzündet und dann doch noch entfernt werden muss.
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