Die Kieferorthopädie ist ein Spezialgebiet der Zahnmedizin und beschäftigt sich mit der Korrektur von Kiefer- und Zahnfehlstellungen. Damit nicht zu verwechseln ist die Kieferchirurgie , welche chirurgische, also operative Eingriffe im Kiefer- Gesichtsbereich durchführt!

Kieferorthopädische Korrekturen können sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen durchgeführt werden. Eine unregelmässige Zahnreihe kann beim 60- jährigen Erwachsenen wie beim 10- jährigen Kind behandelt werden; teilweise kommen auch gleiche oder ähnliche Apparaturen zum Einsatz. Oft ist eine Korrektur im Kindesalter oder vor/ während der Pubertät deshalb am sinnvollsten, weil dann das Kieferwachstum beeinflusst und somit eine Fehlstellung rechtzeitig verhindert werden kann.

Viele Zahnfehlstellungen sehen für den Laien gleich aus, obwohl sie verschiedene Ursachen haben. Deshalb muss unbedingt zuerst eine exakte Befunderhebung erfolgen, bei der zusätzlich zur genauen Untersuchung des Patienten spezielle Röntgenbilder, Modelle und Fotoaufnahmen erstellt werden. Mit Hilfe dieser Unterlagen erfolgen Diagnosestellung und Behandlungsplanung und die Patienten werden über Art, Länge und Kosten der Therapie aufgeklärt. Die eigentliche Behandlung erfolgt mittels speziellen abnehmbaren und festsitzenden Apparaturen, im Volksmund auch "Spangen" genannt. Diese müssen meist über mehrere Jahre getragen werden und können alleine oder in Kombination miteinander zur Anwendung kommen.

Abnehmbare Apparaturen können vom Patienten selber herausgenommen und gereinigt werden, beim Essen werden sie meist nicht getragen. Abnehmbare Apparaturen kommen häufig während des Zahnwechsels (Milchzähne-> bleibende Zähne) zum Einsatz.

Neuerdings gibt es auch abnehmbare, durchsichtige "unsichtbare Zahnspangen" für Erwachsene, mit denen sich leichte Fehlstellungen erfolgreich behandeln lassen. Sie wurden von der Firma INVISALIGN entwickelt, und die Herstellung erfordert ein aufwendiges labortechnisches Vorgehen, das nur dank modernster Computertechnologie möglich ist.

Festsitzende Apparaturen werden so im Munde befestigt, dass sie der Patient nicht herausnehmen kann.
Auf die Zähne werden sogenannte "Brackets" oder "Bänder" mit einem speziellen Klebestoff befestigt, die einzelnen Brackets werden dann mit einem hochelastischen Draht verbunden, der ganz gezielte Kräfte auf Zähne und Kiefer ausübt. Diese Brackets können sowohl metallisch- silbern als auch transparent oder zahnfarben (Porzellan, Kunststoff) sein, ihre jeweilige Anwendung hängt vom einzelnen Fall ab.

Gerade die Träger von festsitzenden Apparaturen müssen eine besonders gute Mundhygiene aufrechterhalten, da sonst rasch ernsthafte Probleme mit Karies ("Löcher") und Zahnfleischentzündungen entstehen können. Es empfiehlt sich deshalb während dieser Zeit mehrmals pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung.

 


Gerne informiert Sie unser Kieferorthopäde Dr.med.dent. Robert Tamarut unverbindlich über die verschiedenen kieferorthopädischen Behandlungsmöglichkeiten.